Kryotherapie
Die Kryotherapie (Kältebehandlung) nutzt gezielte Kälteanwendungen zur Schmerzlinderung, Entzündungshemmung und Regeneration. Sie wird besonders bei akuten Verletzungen und Überlastungsbeschwerden eingesetzt.
Wirkung
- Schmerzlinderung durch Verlangsamung der Nervenleitung
- Reduzierung von Schwellungen und Entzündungen
- Verminderung von Muskelverspannungen
- Verengung der Blutgefäße (Vasokonstriktion)
- Senkung des lokalen Stoffwechsels
Anwendungsbereiche
Akute Zustände:
- Frische Sportverletzungen (Prellungen, Zerrungen)
- Postoperative Schwellungen
- Akute Entzündungen
Chronische Beschwerden:
- Chronische Gelenkschmerzen
- Überlastungssyndrome
- Rheumatische Erkrankungen
Anwendungsmethoden
| Methode | Dauer | Temperatur | Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| Eispackungen | 10-20 Min. | 0 bis -10°C | Häufigste Methode, immer mit Tuch verwenden |
| Kältesprays | 5-10 Sek. | -20 bis -50°C | Sofortwirkung, für akute Schmerzen |
| Quarkwickel | 15-30 Min. | 10-15°C | Milde Kühlung, entzündungshemmend |
| Kaltlufttherapie | 2-5 Min. | -30 bis -60°C | Tiefenwirkung, gute Dosierbarkeit |
Wichtige Hinweise
Anwendungstipps:
- Nur in Akutphase (erste 48-72 Stunden) anwenden
- Maximal 10-20 Minuten pro Anwendung
- Immer Hautschutz (Tuch) verwenden
- Kombination mit Kompression und Hochlagern (PECH-Schema)
Kontraindikationen:
- Durchblutungsstörungen
- Sensibilitätsstörungen
- Kälteallergien
- Offene Wunden
Leistungsangebot
- Akutbehandlung von Sportverletzungen
- Postoperative Kältetherapie
- Schmerzmanagement bei chronischen Beschwerden
- Regenerationsförderung nach Belastungen
- Ganzkörperkryotherapie (in speziellen Zentren)
Praktische Tipps
Vor der Anwendung: Haut trocknen, Schmuck entfernen, über bestehende Erkrankungen informieren.
Während der Anwendung: Bei Unwohlsein sofort abbrechen, gleichmäßig atmen.
Nach der Anwendung: Ruhephase einhalten, Haut beobachten, viel trinken.
